Wo meine Haut beginnt

Du verstehst nicht, wie sehr ich eigentlich leide. Ja, ich weiß, dass ich das nicht oft zeige. Einfach, weil ich keine Lust habe, zu diskutieren.

Aber, genau jetzt bin ich hier, an diesen Tasten und schreibe nur dir. Ich versuche es ganz langsam, zu erklären, idiotensicher sozusagen…

Mein Körper gehört mir nur mir! Das bedeutet, nur ich entscheide, was damit passiert, wer ihn anfasst, schlägt oder streichelt.

Nur ich! Niemand sonst hat dieses Recht. Nicht mein Vater und erst recht nicht mein beschissener Ex! Da, wo meine Haut anfängt, beginnt deine verfluchte Grenze.

Und wenn du sie ohne meine Erlaubnis überschreitest, berechne ich bereits unbewusst die Konsequenzen. Und wenn du dann auch noch alles abstreitest oder sagst, dass ich mich doch nicht so anstellen soll, fängt in mir ein Stein an zu rollen.

Beginnt mein Wohlbefinden in deiner Nähe zu sinken. Das Misstrauen dir gegenüber fängt an zu wachsen, ich fange ganz langsam und unbewusst an, dich zu hassen. Und ich will nichts von dem, was es noch mit sich bringt.

Dieser Hass ist so verdammt anstrengend, energieraubend und zeitverschwendend. Und es bleiben nicht mehr viele Männer übrig, nachdem ich ihnen sagte fick dich.

Zu jenen, die so anmaßend sind und aufdringlich. Aber auch zu jenen, die nur so tun, als wären sie es nicht. Versuch es Schwester, sie zeigen dir dann schon ihr wahres Gesicht, wenn du dieses unwohl verdächtige Gefühl endlich mal ansprichst.

Und damit deine eigene verfluchte Grenze verteidigst. Und je nachdem, wie sie dann reagieren, solltest du beginnen, auszusortieren.

Verschwende nicht deine wertvolle Energie und Zeit beim Versuch, einem ignoranten Parasiten zu beschreiben, was eine persönliche, emotionale Grenze ist.

Fokussiere dich darauf, wer du bist, wer du sein willst. Lass diese Hirnverbrannten Idioten hinter dir. Das ist nämlich, wie Grenzen funktionieren…

Werden sie nicht rücksichtsvoll respektiert. Wird eben knallhart und rücksichtslos aussortiert.